Heute begrüße ich zu meinem vierten echten Interview Ulla Frens. Ein Jahr hat sie per Telefon und per Mail mit ihrer Gabe mein Leben positiv stabilisiert und inspiriert.
Dann haben wir uns persönlich kennen gelernt und beschlossen gemeinsam zu arbeiten. Und so bieten wir heute jeden letzten Donnerstag im Monat die Gruppe Lebenslust statt Lebensfrust an.

Was ich an Ulla besonders schätze, ist ihre klare Struktur als Mathematikerin und diese verbunden mit tiefen altem spirituellem Wissen. Danke für all das, was wir teilen können, liebe Ulla.

 

Was bedeutet für dich Echtheit im Beruf oder im Leben?
Woran machst du Echtheit fest?

Echtheit – verbinde ich mit Klarheit und Ehrlichkeit, mit Authentizität und zwar sowohl im Beruf, als auch im privaten Bereich.
Folge ich meinem Herzen? Bin ich bereit etwas dafür zu tun?
Bin ich das, was ich vorgebe zu sein? Kehre ich mein Inneres nach außen und lebe es aus?
Halte ich etwas zurück? Wo bin ich unklar? Wo möchte ich nicht greifbar, angreifbar sein?
Sich immer wieder diese Fragen zu stellen, die Gründe anzuschauen und mit mir dadurch im Einklang zu sein, das ist für mich Echtheit!

Welches Echtheits- oder Herzensprojekt verfolgst du zurzeit?

Mein Herzensanliegen ist es im Moment, mich mit meiner Arbeit und meinen Fähigkeiten zu zeigen. Vor Jahren wurde mir bewusst, dass ich mehr wahrnehme als andere Menschen, dass ich hellfühlig bin und Energien sehen kann. Ich spürte, dass ich Menschen damit helfen und dass ich ihre Selbstheilungskräfte aktivieren kann. Ich machte mich auf den Weg – auf den Weg zu mir selbst, der auch damit verbunden war, mich selbst und gesellschaftliche Konventionen stark zu hinterfragen.

Ein kurzer Exkurs in die Vergangenheit: Während meiner Zeit als Führungskraft in einem großen Unternehmen habe ich gemerkt, dass mir die Mitarbeiterförderung und -gespräche am meisten Freude bereitet haben. Mein Interessensschwerpunkt wurde das Coaching.
Nach der Geburt meiner Kinder habe ich mich verstärkt mit Erziehungs- und Familienthemen beschäftigt.
Immer häufiger fragten mich Freunde und Bekannte um Rat, und dieser Kreis wurde immer größer. Ich konnte mich auf meine Intuition verlassen – die Antworten waren einfach da. Es kam mir vor, als ob ich in diesen Menschen wie in einem Buch lesen würde. Langsam wurde ich mir meiner Fähigkeiten bewusst und machte mich auf die Suche nach Antworten auf all die Fragen, die aufkamen.
Dadurch entfernte ich mich als Mathematikerin von die Welt der Zahlen, Ablaufuntersuchungen und Rationalisierungen. Zu dieser Zeit fragte mich eine Freundin, was ich für meine Beratungen haben möchte. Das war ein wichtiger Hinweis, für den ich ihr heute noch sehr dankbar bin. Ich machte mich mit „Lebensberatung & Selbsterfahrung“ selbständig, anfangs neben meiner Anstellung. Etwas später war ich soweit, meine Berufung zum Beruf zu machen und meinen festen Job zu kündigen.

Nach und nach entwickelten sich meine Beratungen hin zu Energiearbeit. Anfangs kommunizierte ich meine Fähigkeiten sehr vorsichtig. Das hat sich zwischenzeitlich geändert. Ich arbeite als ganzheitliche Lebensberaterin und Coach und habe täglich mehr und mehr Freude daran, mich so zu zeigen, wie ich bin.
Und wenn ich mal wieder „Herumeiere“, meine liebevolle Umschreibung für gelegentliche unklare Momente, dann lache ich und mache einfach weiter. Es ist ja schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen, und es geht um Echtheit und nicht um Perfektion 🙂

Was bereitet dir dabei Freude?

Es ist ein schönes Gefühl, Menschen durch meine Fähigkeiten zu mehr Lebensqualität verhelfen zu können. Ich bin immer wieder begeistert von der Energiearbeit, wie ich Menschen helfen kann, wie sich Blockaden, Verstrickungen, Ängste, Traurigkeit, Enttäuschungen usw. lösen, wie schnell wieder Leichtigkeit ins Leben kommt. Es macht mich einfach glücklich, Menschen bei dieser positiven Entwicklung begleiten zu können.

Welche Vision verfolgst du bei diesem Projekt? Was möchtest du in die Welt bringen?

Mein Wunsch ist es, dass ich meinen Anteil dazu beitrage, mehr Bewusstheit und Achtsamkeit in die Welt zu bringen – hin zur Entschleunigung, weg vom Höher, Schneller, Weiter.
Je mehr ich in mir ruhe, zu mir selbst finde und zu meiner Begabung stehe, desto mehr Menschen finden zu mir, denen ich begleitend helfe, ihren ganz persönlichen echten Weg zu Heilung, innerer Ruhe und Authentizität zu finden.

Wie machst du deine Vision sichtbar?

Im Moment beschäftige ich mich damit, wie ich mich mit meiner Gabe und meiner Energiearbeit zeigen kann: ich leite mit Christiane die Gruppe „Lebenslust statt Lebensfrust“, ich überarbeite meinen Flyer, bereite meinen Internetauftritt vor…
Es gibt viel zu tun 😉

Was tust du jeden Tag ganz konkret für deine Vision? Hast du dabei bestimmte Handlungen oder Rituale, die dich durch den Tag begleiten?

In meiner Familie gibt es viele Rituale, die mir Halt geben und mich immer wieder ins Hier und Jetzt bringen. Zudem übe ich mich darin, bewusste Übergänge zu schaffen: also zwischen zwei verschiedenen Tätigkeiten kurz innezuhalten, tief durchzuatmen und nicht zum Beispiel mit den Gedanken der letzten Sitzung zu den Kindern zu gehen oder Essen zu kochen.
Bei meiner Arbeit gibt es zwei feste Bestandteile: der Beginn und das Ende einer Sitzung, alles andere ist so individuell, so einzigartig wie die Menschen.

Wie feierst du deine Erfolge?

Die meisten von uns haben es verlernt, sich selbst zu feiern. Aber warum? Ist der Erfolg selbstverständlich geworden? Gehört es zum guten Ton, dass man nur über die nicht so gut gelungenen Dinge redet? Oder gestehen wir das Feiern der eigenen Leistungen nur den anderen zu, aber nicht uns selbst?
Ich übe mich in Achtsamkeit für die kleinen Dinge im Leben, zum Beispiel: ein leckeres Essen, eine gelungene Sitzung, eine zufriedene Klientin, einen zufriedenen Klienten oder einen tollen Nachmittag mit der Familie…das sind die Kleinigkeiten, aber keine Selbstverständlichkeiten!
Und weil ich diese Achtsamkeit so wichtig finde, gebe ich es meinen Kindern gleich mit auf den Weg. Wir feiern ihre kleinen und großen Erfolge, belohnen uns und rufen unser Glück laut in die Welt. YEAH, YEAH, YEAH!

Wie meisterst du Herausforderungen, Hürden oder Schwierigkeiten auf deinem Echtheits-Weg?

Ich nehme mich regelmäßig aus dem Alltag und seinen Anforderungen heraus, reflektiere mich selbst und meine Umwelt und überprüfe immer wieder meine Echtheits-Ausrichtung. Dies ist für mich, meine Familie und natürlich meine Klienten enorm wichtig.
Dabei geht es für mich einerseits um die Kommunikation von Herz, Verstand und Spiritualität in meinem Inneren und andererseits die echte und liebevoll klare Kommunikation im Außen. Nur wenn ich in meiner echten Mitte bin, kann ich meine Vision in die Welt bringen!

Gab es einen Punkt in deinem Leben, an dem du wirklich alles hinschmeißen oder aufgeben wolltest? Warum hast du trotzdem weitergemacht?

Bei der Frage muss ich schmunzeln. Kennt nicht jeder Mensch diese Punkte im Leben, an denen einfach alles schief zu laufen scheint? Und natürlich kenne ich diese Momente auch, es gab immer wieder Tiefen, die im Rückblick betrachtet notwendig waren für meine Entwicklung, sie haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.
Ich unterstelle, jeder Mensch hat Zugriff auf einen „inneren Kompass“, der ihm innere Sicherheit und Zuversicht gibt. Und wenn alles laut wird und droht zusammen zu brechen, ist es gut – wenn nicht sogar zwingend erforderlich – in die Stille zu gehen und sich in Urvertrauen zu üben.
Die Antworten finden sich in unserem Inneren, nicht im außen. Es hat alles einen Sinn und Krisen zwingen uns, das Leben und persönliche Ziele zu korrigieren und auf den inneren Kompass, unser Bauchgefühl und unsere Intuition zu hören.

Wie gehst du mit deinen Ressourcen um? Wie und wo tankst du auf? Was sind deine Energiequellen?

Wer berufstätig ist und Kinder hat, weiß, dass es fast unmöglich scheint, Ressourcen zu aktivieren und sich zwischendurch gründlich zu regenerieren. Auch dachte ich nach der Geburt meiner ersten Tochter, ich schaffe alles mit links: Beruf, Muttersein, Ehefrau, Freundin….
Doch die Kleine hat mir gezeigt, dass das Leben anderen Regeln folgt. War ich selbst unruhig und gestresst, dann schrie sie und schlief schlecht, was wiederum zu mehr Stress und Unruhe bei mir führte.
Das Ganze gipfelte in einer chronischen Krankheit bei meiner Tochter, so dass mein Mann und ich unseren Alltag einer strengen Prüfung unterzogen: Wir sagten Termine ab, entschleunigten und sorgten für regelmäßige Ruhephasen. Das Kind wurde stiller und entspannter. Ein Wunder war geschehen und der gesamte Prozess war für uns eine sehr wertvolle Lektion.
Je mehr ich bei mir bin, echt bin, entspannt bin, desto entspannter ist auch mein Umfeld. Heute sorge ich dafür, dass ich Ressourcen aktiveren und regenerieren kann. Ich finde Kraft in Meditation und Stille, beim Joggen in der Natur und natürlich bei meinem wundervollen Mann.

Braucht man deiner Meinung nach bestimmte persönliche Eigenschaften, um Echtheit zu leben? Kann die jeder lernen?

Ein klares Ja: das kann jeder lernen. Jeder sollte und kann seinem Herzen folgen!
Im Grunde genommen ist es sehr einfach, man muss „nur“ bereit sein, sich immer wieder mit sich selbst auseinander zu setzen, sich zu fragen, warum mache ich dies und jenes. Warum bin ich gerade genervt, glücklich, überfordert….?

Wie hat sich deine Lebensqualität verändert, seitdem du „Ja“ zu deiner Echtheit gesagt hast? Welche Veränderungen hast du bei dir und/oder bei anderen festgestellt?

Seitdem ich JA gesagt habe zu meiner Echtheit, meinen hellfühligen Wahrnehmungen und meiner Gabe, Selbstheilung anstoßen zu können, hat sich sehr viel verändert. Ich habe mich mit meiner Berufung selbständig gemacht und JA gesagt zu meiner Tätigkeit als ganzheitliche Lebensberaterin und zu meiner Energiearbeit.
Nun helfe ich wunderbaren Menschen zu ihrer eigenen Echtheit. Ich begleite die Menschen dabei, ihr wahres Selbst wiederzufinden oder zu erkennen.
Außerdem kann ich mir meine Zeit frei einteilen und arbeite (fast) völlig selbstbestimmt. Ich genieße viele Freiheiten und bin sehr dankbar, dass ich Menschen mit meiner Gabe helfen kann, diesen Weg auch für sich zu finden.

Wie fühlst du dich gerade jetzt in diesem Moment?

Erst einmal möchte ich Christiane ganz herzlich danken, dass sie mich gebeten hat, dieses Interview zu geben. Sie gehört zu den Menschen, die mir auf meinem persönlichen Lebensweg geholfen haben!
Dazu fällt mir folgendes Zitat ein: „Was wir am nötigsten brauchen, ist ein Mensch, der uns zwingt, das zu tun, was wir können. Tja, nun bin ganz gespannt, was geschieht, wenn das Interview im Internet veröffentlicht wird. Es verändert sich immer etwas….

Wenn dich nachts einer mitten im Schlaf wecken würde und fragt: “Was ist dein bester Tipp für mehr Echtheit?” – Was würdest du sofort antworten?

Beginne im Innern zu suchen, nicht im außen.
Auch die Tiefen haben einen Sinn, nutze sie zu Deiner persönlichen Weiterentwicklung und zu Deinem Wachstum!
Höre auf Dein Bauchgefühl und folge Deinem Herzen!

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